Auf Wunsch meiner Leser – gewidmet den Weiß- /Grau- / Grau meliert-haarigen, denen die kaum oder gar keine Haare mehr haben, den Blondierten wie mich.
At the request of my readers – dedicated to the white / grey / mottled grey haired, those who have little or no hair left, the blondes like me.
Die Tour, die ich mir heute zum Tag der Arbeit ausgesucht habe, möchte ich aber nicht unbedingt der Generation 50+ anhängen. Ich denke gerade jetzt an einen unserer Skiurlaube im Stubaital in Österreich, wo es im Skigebiet am Stubaigletscher eine Piste für 50+ und Familien gibt. Die heutige Tour ist definitiv familienfreundlich. Weitaus mehr < 50 sind mir begegnet und sogar Kinder. Lag sicher daran, dass Sonntag war. Ich weiß jetzt gar nicht, ob der 1. Mai in Spanien ein Feiertag ist. Wahrscheinlich schon. Ich hoffe nur, dass morgen der Supermarkt geöffnet hat. Nicht wie in Großbritannien oder Mauritius, wo der Feiertag einen Tag später nachgeholt wird, wenn dieser auf einem Sonntag liegt.
However, the tour I chose today for Labour Day is not something I would necessarily like to attach to the 50+ generation. I’m thinking right now of one of our ski holidays in the Valley of Stubai in Austria, where there is a slope for 50+ and families in the ski area on the Stubai glacier. Today’s tour is definitely family friendly. I encountered far more <50s and even children. That was probably because it was Sunday. I don’t even know if 1 May is a public holiday in Spain. It probably is. I just hope that the supermarket will be open tomorrow. Not like in the UK or Mauritius, where the holiday is made up a day later if it’s on a Sunday.
Ich schweife ab und philosophiere über Skipisten und Feiertage. Was hat das mit meiner heutigen Tour zu tun? Also sie ist schon mal familienfreundlich, denn es ging vom Ausgangspunkt Laguna Grande, einem Picknickplatz mit Spielplatz, diversen Grillplätzen und sogar zwei Steinbacköfen gerade mal 200 Höhenmeter hinauf auf den Alto Garajonay auf 1487 m. Nach den letzten drei Wanderungen genau richtig für mich, vor allem der Abstieg für den Knöchel.
I digress and philosophise about ski slopes and holidays. What does that have to do with my tour today? Well, it’s family-friendly, because from the starting point at Laguna Grande, a picnic area with a playground, various barbecue areas and even two stone ovens, I climbed just 200 metres up to the Alto Garajonay at 1487 metres. After the last three hikes, just right for me, especially the descent for my ankle.


Ich suchte am Ausgangspunkt den richtigen Weg für den Aufstieg. Ich kam mir vor wie in einem riesigen Labyrinth. Überall Wege, aber keiner führte so richtig dahin, wohin ich wollte. Im Wanderführer steht: Hinter dem Steinbackofen führt ein Weg in den Wald. Ja, wenn da aber zwei Öfen stehen und überall Wege in den Hexenwald führen, welchen soll man denn da nehmen??? Nach gefühlt einer Stunde fand ich dann endlich einen Wegweiser: Alto Garajonay. Yeah, gefunden. Der phänomenale Aufstieg kann beginnen.
I was looking for the right way to climb at the starting point. I felt like I was in a huge labyrinth. There were paths everywhere, but none of them really led to where I wanted to go. The hiking guide says: Behind the stone oven, a path leads into the forest. Yes, but if there are two ovens and paths lead everywhere into the witches‘ forest, which one should I take? After what felt like an hour, I finally found a signpost: Alto Garajonay. Yeah, I found it. The phenomenal ascent can begin.


Er führte mich durch den Hexenwald. Die uralten Bäume mit Moos bedeckt. Sah etwas gruselig aus. Als Kind hätte ich Angst bekommen. Wenn jetzt der Wolf oder die böse Hexe kommt..?! Aber ich hätte das wahrscheinlich gar nicht mitbekommen. Mir wäre das egal gewesen. Ich hätte meine Eltern genervt und gefragt, was das Ganze soll. Wieso müssen wir da hoch latschen??? Vielleicht kennt das der Eine oder Andere auch. Zumindest kann ich 50 % meiner Familie heute nicht überzeugen, einfach mal so einen Berg zu erobern. (Liebe Familie, ihr könnt euch jetzt aussuchen, zu welchem Teil ihr gehören möchtet.) Und wenn meine Eltern diesen Blog jetzt lesen: Verzeiht mir mein Desinteresse. Ich war ein Teenager, wie die meisten Teenager. Für solche uncoolen Sachen nicht zu begeistern. Ihr dürft jetzt über mich lachen. Ich lache auch über mich und frage mich manchmal, wann genau der Schalter umgelegt wurde. Vielleicht seitdem ich in der Großstadt lebe und das Landleben etwas vermisse.
It led me through the witch forest. The ancient trees covered with moss. It looked a bit creepy. As a child I would have been scared. What if the wolf or the wicked witch comes now?! But I probably wouldn’t have noticed. I wouldn’t have cared. I’d have bugged my parents and asked them what this was all about. Why do we have to traipse up there??? Maybe some of you know this too. At least I can’t convince 50% of my family today to conquer a mountain just like that. (Dear family, you can now choose which part you want to belong to). And if my parents are reading this blog now: Forgive my lack of interest. I was a teenager, like most teenagers. Not to be enthusiastic about such uncool things. You may laugh at me now. I laugh at myself too and sometimes wonder when exactly the switch was flipped. Maybe since I live in the big city and miss the country life a bit.


Ich schweife nun noch mehr ab. Muss daran liegen, dass ich den Weg nicht gleich gefunden habe. Oder weil auf 200 Höhenmeter über ca. 3 km nicht viel passiert. Es ging sehr allmählich hinauf. Und ich ließ mir Zeit. Ließ sie alle mich überholen. Ich genoss die sich ändernde Flora, lauschte dem Vogelgezwitscher, versuchte mich daran zu erinnern, wie die Pflanzen nochmal alle hießen. Aussichtslos. Ab und an kam ein Mirador – Aussichtspunkt. Ich staune, ich freue mich und laufe weiter bis ich an dann endlich auf 1487 m ankomme. Das Wetter war fantastisch. Strahlend blauer Himmel, und man konnte einen Rundblick über die ganze Insel genießen. Alle Orte, wo ich in den letzten Tagen war, wurden wieder sichtbar: Fortaleza, Chipude, Vallehermoso, die Wege durch Wiese und Wald. Leider war es etwas diesig. Die drei Inseln El Hierro, La Palma und Teneriffa waren gut sichtbar. Gran Canaria musste man sich gedanklich vorstellen.
I’m rambling even more now. Must be because I didn’t find the way straight away. Or because not much happens on 200 metres of altitude over about 3 km. It went up very gradually. And I took my time. Let them all overtake me. I enjoyed the changing flora, listened to the birds chirping, tried to remember what all the plants were called again. Futile. Every now and then there was a mirador – viewpoint. I was amazed, happy and walked on until I finally reached 1487 m. The weather was fantastic. Bright blue skies and a panoramic view over the whole island. All the places I had been in the last few days were visible again: Fortaleza, Chipude, Vallehermoso, the paths through meadow and forest. Unfortunately it was a bit hazy. The three islands El Hierro, La Palma and Tenerife were clearly visible. Gran Canaria had to be imagined.










Den Abstieg hinunter zur Laguna Grande wählte ich über einen Forstweg. Eigentlich einfach zu laufen, da auch dieser sehr allmählich verlief. Nur war ich mir zwischendurch nicht sicher, ob ich noch richtig bin. Erst als der Holzkohleduft zunahm, war ich mir wieder sicher. Muss nur der Nase nach laufen.
I chose to descend to Laguna Grande via a forest path. It was actually easy to walk, as it was also very gradual. But in between I was not sure if I was still on the right track. Only when the smell of charcoal increased was I sure again. You just have to follow your nose.




Das war dann schon die familienfreundliche Variante für heute. Aber was macht man mit dem angebrochenen Tag? Ich hatte Lust auf Strand, denn es waren ca. 25 Grad im Tal. Ich fuhr nach Hermigua zurück. In einer Broschüre sah ich ein Foto von einem Pool im Meer, was in den Relikten des alten Hafens entstand und als Freibad betrieben wird. Wurde. Als ich dort ankam, stand ich vor einem riesigen Bauzaun. Abgesperrt. Ich sah, wie mehrere Menschen (<50) dennoch die Grenze überschritten und sich durch ein Loch Zutritt verschafften. Genug Spaziergang für heute. No risk, no fun. Ich auch! Endlich wieder Abenteuer.
That was the family-friendly option for today. But what do you do with the day that has just begun? I felt like going to the beach, because it was about 25 degrees in the valley. I drove back to Hermigua. In a brochure I saw a photo of a pool in the sea, which was built in the relics of the old harbour and operated as an open-air swimming pool. Was. When I got there, I stood in front of a huge construction fence. Locked off. I saw several people (<50) nevertheless crossing the boundary and gaining access through a hole. Enough walking for today. No risk, no fun. Me too! Finally, adventure again.





Das ganze Gebiet wurde abgesperrt, weil die Steinschlaggefahr von der Steilküste teilweise sehr gefährlich ist. Ganze Felsen wurden in Netzen eingehüllt. Und dennoch lagen auf der Straße genügend Steine. Ich weiß nicht, seit wann dieses Freibad der Natur überlassen wurde. Es ist definitiv ein Lost Place. Die kleinen Badehäuschen verfallen, in der Bar gibt es schon länger keine Drinks mehr. Und der Pool war nicht mal zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Fische tümmeln sich darin und überall sind Moos und Muscheln. Ich wagte es dennoch, mal kurz ins Wasser zu springen, und saß dann noch ca. eine Stunde und beobachtete die Badegäste. Ich trieb den Altersdurchschnitt nach oben. Ein Pärchen machte Fotoaufnahmen. Er fotografierte sie. Und dann flog sogar eine Drohne über das ganze Objekt. Wird das wohlmöglich ein Instahotspot?! Früher war hier bestimmt noch mehr los. Eigentlich schade. Doch auch hier wieder: der Lauf der Dinge. Mit dem Steinschlag ist der Pool gestorben. Betreten auf eigene Gefahr. Wie oft wird es hier schon Unfälle gegeben haben? Nicht drüber nachdenken. Würde ich wieder hingehen? JA!
The whole area was cordoned off because the danger of falling rocks from the cliff is very dangerous in places. Whole rocks were wrapped in nets. And yet there were enough rocks on the road. I don’t know when this outdoor pool was left to nature. It is definitely a lost place. The little bathing huts are dilapidated, the bar hasn’t served drinks for a while. And the pool wasn’t even half filled with water. Fish are swimming in it and there are mosses and shells everywhere. Nevertheless, I dared to jump into the water briefly and then sat for about an hour watching the bathers. I drove the average age up. A couple was taking photos. He took photos of her. And then there was even a drone flying over the whole thing. Will this possibly become an instahotspot?! There must have been more going on here in the past. A pity, really. But here again: the course of events. With the falling rocks, the pool is dead. Enter at your own risk. How often will there have been accidents here? Don’t think about it. Would I go there again? YES!











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