Herbstferien in Berlin. Verfolgt man meine Reisen der letzten Jahre, fällt auf, dass es mich immer häufiger in die frankophone Welt zieht – so auch im Jahr 2025. Réunion findet sich ja bereits hier auf meiner Seite. Warum also schon wieder auf die Insel? Zum einen hatte ich damals durch die Pandemie viel Zeit verloren,…

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Réunion Reloaded

Herbstferien in Berlin.

Verfolgt man meine Reisen der letzten Jahre, fällt auf, dass es mich immer häufiger in die frankophone Welt zieht – so auch im Jahr 2025.

Réunion findet sich ja bereits hier auf meiner Seite. Warum also schon wieder auf die Insel?

Zum einen hatte ich damals durch die Pandemie viel Zeit verloren, als ich eigentlich einreisen wollte, aber nicht durfte und schließlich erst zehn Tage später über Umwege auf der Insel landete. Zum anderen hat es mir in der kurzen Zeit, die ich dort verbrachte, so gut gefallen, dass ich Réunion damals als „Neuseeland-Ersatz“ bezeichnete. Ich war mir schon damals ziemlich sicher, dass ich es noch einmal sehen möchte – diese unfassbar gewaltige Landschaft, geformt aus Vulkanen, Dschungeln, wilder Küste, Steppenlandschaft …

Und in diesem Jahr nehme ich eine Begleitung mit, die diese Welt schon immer einmal kennenlernen wollte. Es hat etwas gedauert, denn eigentlich wollten wir schon vor fast drei Jahren, zu Andreas 60., den Piton de la Fournaise erkunden. Nun schaffen wir es endlich – zu meiner sechsten „Zehn“ – auf diese kleine Weltreise aufzubrechen.

Ich habe noch einen Tag gut, den ich außerhalb der Ferienzeit nehmen darf, und so darf ich einen Tag früher in die Herbstferien starten.

Unsere Reise führt mit Air France über Paris. Ganz, ganz früh am Morgen – also mitten in der Nacht – finden wir den Weg aus dem Bett zum BER. Abdul, unser Uber-Fahrer, bringt uns zum Ostkreuz. Von dort geht es mit dem RE weiter zum Flughafen. Alles ist noch still, leer und dunkel. Wir sind vor Aufregung kein bisschen müde. Wieder dieses Bauchgrummeln – das werde ich wohl nie los vor einer langen Reise: Habe ich an alles gedacht? Kommt das Taxi pünktlich? Fahren die Züge? Funktionieren die Check-in-Schalter? Hoffentlich gibt es keine Cyberattacke wie vor ein paar Wochen.

Es läuft alles reibungslos. Und es gibt sogar ein paar ungewöhnliche Begebenheiten: Andreas Zug, mit dem sie am Abend vor unserer Abreise anreiste, hatte tatsächlich 15 Minuten Verfrühung! Wo gibt’s denn so was!?

Der Check-in und die Gepäckabgabe funktionieren im Self-Drop-Verfahren. Das Boarding beginnt sogar ein paar Minuten früher – offensichtlich in der Hoffnung, dass alle pünktlich sind, damit das Boarding zügig abgeschlossen werden kann und der Flieger früher abhebt. Manche haben es eilig, aber die Hoffnung erfüllt sich nicht ganz. Der Start-Slot wird verpasst, und wir dürfen noch ein paar Minuten länger auf den Abflug warten. Kaum der Rede wert.

Gegen 8 Uhr landen wir in Paris-CDG bei Sonnenschein. Wir müssen auschecken, weil unser Anschlussflug nach Saint-Denis vom Flughafen Orly startet. Wir haben viel Zeit, denn der Weiterflug geht erst um 16:30 Uhr.

Mit dem RER und der Metro fahren wir nach Orly – auch die Hürde des Ticketkaufs meistern wir problemlos. Und die Sonne scheint! Es scheint ein wunderschöner Tag in Paris zu werden. Wir hätten im Traum nicht gedacht, dass wir mitten im Zentrum der Stadt aussteigen, durch Les Halles schlendern, in einem schnuckeligen Restaurant ein typisch französisches Frühstück aus Kaffee, Croissant und Orangensaft genießen, mit unseren Koffern durch die Straßen von Paris ziehen und am Pont Neuf Fotos vom Eiffelturm machen würden.

Es fühlt sich ein bisschen unwirklich an – so wie der Gedanke, dass wir morgen auf einer tropischen Insel landen werden, noch nicht ganz greifbar ist.

Doch: Die Koffer sind ein letztes Mal aufgegeben – wieder alles im Selbstdurchlauf. Nun sitzen wir hier und haben noch drei Stunden Zeit bis zum Abflug der A320-Maschine nach Saint-Denis. Elf Stunden Flug liegen vor uns. In etwa 13 Stunden werden wir in einer ganz anderen Welt sein.

Lasst euch überraschen von alten und neuen Abenteuern auf einer wirklich atemberaubenden Insel im Indischen Ozean.

Réunion Reloaded

Autumn Holidays in Berlin.

Looking back at my travels in recent years, it’s striking how often I’ve been drawn to the Francophone world — and 2025 is no exception.

Réunion already appears on my site. So why head back to the island again?

For one thing, I lost a lot of time back then because of the pandemic — when I wanted to enter but wasn’t allowed, and only managed to land on the island ten days later, after some detours. And for another, I fell so completely in love with it during the short time I spent there that I called Réunion my “New Zealand substitute.” Even then, I was pretty sure I’d want to see it again — that breathtakingly powerful landscape shaped by volcanoes, jungles, wild coasts, and savannahs …

And this year, I’m taking along someone who’s always wanted to get to know this world. It’s been a long time coming — we had actually planned, almost three years ago, to explore the Piton de la Fournaise for Andrea’s 60th birthday. Now, at last, we’re setting off — on my sixth “ten” — for this little world trip.

I still had one extra day I could take off outside the school holidays, which means I get to start my autumn break a day early.

Everything goes smoothly. And there are even some unusual little events: Andrea’s train, which she took the evening before our departure, actually arrived 15 minutes early! Where does that ever happen!?

Our journey begins with Air France via Paris. Very, very early in the morning — really, in the middle of the night — we drag ourselves out of bed and head to BER. Abdul, our Uber driver, takes us to Ostkreuz. From there, we catch the regional train to the airport. Everything is still quiet, empty, and dark. We’re far too excited to be tired. That familiar flutter in my stomach again — I’ll probably never lose it before a big trip: Did I think of everything? Will the taxi arrive on time? Are the trains running? Will the check-in counters work? Hopefully there won’t be another cyberattack like a few weeks ago.

Check-in and baggage drop run smoothly with the self-drop system. Boarding even begins a few minutes early — apparently in the hope that everyone’s already there, so it can be completed quickly and we can depart ahead of schedule. Some people seem to be in a rush, but that hope doesn’t quite work out. We miss our takeoff slot and have to wait a few more minutes before departure — hardly worth mentioning.

Around 8 a.m. we land in Paris CDG under bright sunshine. We have to check out because our connecting flight to Saint-Denis departs from Orly. We’ve got plenty of time, since that flight doesn’t leave until 4:30 p.m.

We take the RER and the metro to get to Orly — even the ticket purchase hurdle we manage easily. And the sun is shining! It’s shaping up to be a beautiful day in Paris. We never would have imagined that we’d step off right in the city center, stroll through Les Halles, enjoy a typical French breakfast — coffee, croissant, and orange juice — in a cozy little café, wander the streets of Paris with our suitcases, and take photos of the Eiffel Tower from the Pont Neuf.

It all feels a bit unreal — just like the thought that tomorrow we’ll be landing on a tropical island still doesn’t quite feel real.

But yes — the suitcases are checked in for the last time, again via self-drop. Now we’re here, with three more hours to wait before our A320 flight to Saint-Denis. Eleven hours of flying lie ahead. In about thirteen hours, we’ll be in a completely different world.

Stay tuned for old and new adventures on a truly breathtaking island in the Indian Ocean.

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