Am vorletzten Tag des Jahres 2021 gingen wir noch einmal auf Inselerkundung. Ich kenne den Norden, den Westen und die Familie nur den Westen und das Innere des Landes (Black River Gorges). Der Osten soll laut Reiseführer auch ganz interessant sein, weil man hier das Türkis des Indischen Ozeans so richtig aufsaugen kann. Da ist…

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Halbe Inselrundreise von West nach Ost nach Süd nach West / A semi-island round trip from the west to the east to the south and to the west

Am vorletzten Tag des Jahres 2021 gingen wir noch einmal auf Inselerkundung. Ich kenne den Norden, den Westen und die Familie nur den Westen und das Innere des Landes (Black River Gorges). Der Osten soll laut Reiseführer auch ganz interessant sein, weil man hier das Türkis des Indischen Ozeans so richtig aufsaugen kann. Da ist ja noch Platz im Schwamm. Wir fuhren der Nase nach in Richtung Osten, schon fast Nordosten und kamen Roches Noires (schwarze Felsen) heraus. Es ging durch dichten Dschungelwald, fast schon unbewohnt und kamen nach langer Fahrt endlich am Meer an. Schwarze Felsen sahen wir nicht. Die sind alle im oder unter Wasser. Ich hatte mir diesen Teil des Landes ganz anders vorgestellt. Zwar schon wilder, aber nicht so flach. Am Strand keine Seele weit und breit. Die Wellen – mannsgroß – donnerten an die Küste. Und das Meer – TÜRKIS. Der Reiseführer hat nicht zu viel versprochen.

On the penultimate day of 2021, we went exploring the island once again. I know the north, the west and the family only know the west and the interior of the country (Black River Gorges). According to the guidebook, the east is also quite interesting because here you can really soak up the turquoise of the Indian Ocean. There is still room in the sponge. We followed the nose east, almost northeast, and came out Roches Noires (black rocks). We went through dense jungle forest, almost uninhabited, and finally arrived at the sea after a long drive. We did not see any black rocks. They are all in or under water. I had imagined this part of the country quite differently. It was wilder, but not so shallow. Not a soul on the beach far or wide. The waves – as big as a man – thundered against the coast. And the sea – Turquoise. The travel guide did not promise too much.

Um an einen für die Öffentlichkeit begehbaren Strand zu kommen, muss man ewig lang an hohen Mauern entlang fahren. Dahinter verbergen sich Villen, Wellnesstempel, Hotels. Auf der anderen Seite der Straße – Nichts außer Dschungel. Es gelang uns an zwei öffentlichen Stränden zu halten. Und wieder leer. Langsam wird mir bewusst, warum ich in diesem Teil des Landes keine Unterkunft gefunden habe. Das ist sozusagen der Rückzugsort der Reichen. Und bitte keine Einheimischen in der Nähe. Die Strände waren gerade wegen der Leere idyllisch. Aber Achtung, heimtückisch. Es liegen Steine im Wasser, an denen man sich Füße wehtun kann. Diesmal ließ ich meinem Mann den Vortritt und verzichtete auf ein Bad. Der Blick auf diese einmalige Landschaft war auch schon völlig ausreichend.

To get to a beach that is open to the public, you have to drive for ages along high walls. Behind them are villas, wellness temples, hotels. On the other side of the road – nothing but jungle. We managed to stop at two public beaches. And empty again. Slowly I realise why I haven’t found accommodation in this part of the country. This is the retreat of the rich, so to speak. And no locals around, please. The beaches were idyllic precisely because they were empty. But beware, treacherous. There are stones in the water where you can hurt your feet. This time I let my husband go first and refrained from a swim. The view of this unique landscape was also quite enough.

Ab Trou d’Eau Douce änderte sich das Bild schlagartig. Schon im Ort selbst wurden wir im Auto von einem Motorradfahrer angeworben, doch auf eine Bootsfahrt zur Ile aux Cerfs zu kommen. Nein, danke. Dort gibt es nur Golfplatz und Reiche. Wir passen da nicht hin. Lieber wäre mir ein Ausflug auf die Ile Aigrettes, die unter Naturschutz steht und die Einnahmen, die mit Touristen gemacht werden, direkt an den Naturschutz gehen. Die Orte an der Küste wurden ärmlicher. Keine Hotelbunker, keine Villen. Auch die Küste wurde immer dreckiger. Der Grund dafür liegt aber an der Öltankerkatastrophe im letzten Jahr. Über Kilometer zogen sich diverse Auffangvorrichtungen und Gerätschaften im Meer, die das Ausmaß der Verschmutzungen versuchen einzudämmen. Die Küste ist dennoch versaut. Kinder spielen im öligen Wasser oder waten durch den Dreck. Wie traurig ist dieser Anblick! Und was für ein Kontrast zu diesen Burgen weiter nördlich!

From Trou d’Eau Douce the picture changed abruptly. Already in the town itself, we were solicited in the car by a motorcyclist to come on a boat trip to the Ile aux Cerfs. No, thanks. There is only a golf course and rich people. We don’t fit in there. I’d rather go on a trip to Ile Aigrettes, which is a nature reserve and the income from tourists goes directly to nature conservation. The places on the coast became poorer. No hotel bunkers, no villas. The coast also became dirtier and dirtier. But the reason for this was the oil tanker disaster last year. Various collection facilities and equipment stretched for kilometres in the sea, trying to contain the extent of the pollution. The coast is still polluted. Children play in the oily water or wade through the muck. How sad is this sight! And what a contrast to those castles further north!

Das nächste größere Ziel war Mahébourg, der Montagsmarkt. Nun wir hatten Donnerstag, nicht Montag, doch Markt findet hier immer statt. In der Hoffnung, ein paar Mitbringsel zu ergattern, durchquerten wir den Bazar, auf dem es kaum System gibt. Obst und Gemüse, Kleidung, Haushaltsgeräte in einem Haus. Sehr eng, alles. Coronaregeln?!?! Josefine kaufte sich Räucherstäbchen, um mit ihrer Freundin Massagesalon zu spielen. Ach, kann ich auch eine bekommen?

The next major destination was Mahébourg, the Monday market. Well, it was Thursday, not Monday, but there is always a market here. Hoping to grab a few souvenirs, we crossed the bazaar, where there is hardly any system. Fruit and vegetables, clothes, household appliances all in one place. Very narrow, everything. Corona rules?!?! Josefine bought incense sticks to play massage parlour with her friend. Oh, can I have one too?

Den Schlusspunkt der halben Inselumrundung machte der Süden, wo das Meer wieder blau wurde. Die Strände liegen schattig unter Bäumen und Wiese. Auch sehr idyllisch, aber leer! Ich speichere mir schon ein paar Orte hier im Süden, die ich vielleicht in der nächsten Woche aufsuchen könnte. Allerdings möchte ich ungern allein an so einem verlassenen Strand sein. Die Sonne geht schon langsam unter. Es wird Zeit, langsam den Rückweg in den Westen anzutreten. Wir müssen noch für den letzten Tag des Jahres einkaufen gehen. Das war unser letzter gemeinsamer Familienausflug auf Mauritius. Es gibt noch einen Blog über die Silvesterfeier am Strand. Ab nächster Woche bin ich wieder auf mich selbst angewiesen. Die letzte Woche im Inselparadies auch für mich!

The final point of the half circumnavigation of the island was the south, where the sea turned blue again. The beaches are shady under trees and meadow. Also very idyllic, but empty! I’m already saving a few places here in the south that I might visit next week. However, I would hate to be alone on such a deserted beach. The sun is already slowly setting. It’s time to slowly make our way back west. We still have to go shopping for the last day of the year. This was our last family trip together in Mauritius. There is still a blog about the New Year’s Eve celebration on the beach. From next week, I’m back on my own. The last week in island paradise for me too!

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