Unglaublich! Urlaubsanreisen scheinen immer voller Überraschungen zu stecken. Und so auch wieder auf dieser Reise, die mich mit einer Freundin und ehemaligen Kollegin nach Spanien an die Costa Blanca führen sollte. Ich liege bereits im Bett und höre das Meer rauschen, ohne es von hier aus bisher gesehen zu haben. Das heißt: Wir sind tatsächlich…

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Denia, wir kommen! Wenn uns nichts dazwischen kommt…

Unglaublich! Urlaubsanreisen scheinen immer voller Überraschungen zu stecken. Und so auch wieder auf dieser Reise, die mich mit einer Freundin und ehemaligen Kollegin nach Spanien an die Costa Blanca führen sollte.

Ich liege bereits im Bett und höre das Meer rauschen, ohne es von hier aus bisher gesehen zu haben. Das heißt: Wir sind tatsächlich in Dénia angekommen.

Gestern Abend noch, Schreck zu später Stunde, Nachrichten im TV: Sturmtief und starke Regenfälle mit Überschwemmungen in der Umgebung von Valencia und Alicante. Das Mittelmeer ist noch immer ungewöhnlich warm. Schnell bilden sich Wolken und heftige Gewitterstürme. Hmmm. Ein bisschen beunruhigt ging ich zu Bett.

Auch im Morgenmagazin wieder diese Bilder. Warnungen der Behörden: Alle sollen lieber zu Hause bleiben! Autos türmten sich übereinander, überall Schlamm und so viel Wasser. Noria meldete mir: Alle Straßen gesperrt. Wahrscheinlich kommen wir gar nicht bis Dénia durch.

Ich setze mich mit unserem Vermieter Jesus in Verbindung. Was sollen wir tun? Wie jeder geschäftstüchtige Vermieter beruhigt er uns: Ausnahmezustand aufgehoben. Wohnung kann bezogen werden. Nur der Keller muss noch ausgepumpt werden. Wir werden den Mietwagen also nicht in der Tiefgarage parken können. Er wartet noch auf weitere Informationen des Personals vor Ort.

Wir fliegen ab nach Alicante, über Frankfurt mit nur wenigen Minuten Aufenthalt. Die Flüge waren alle pünktlich. Erst auf dem letzten Flug nach Alicante informierte uns der Kapitän über einen außergewöhnlichen Umstand: Der Luftraum über der Schweiz ist gesperrt. Radarausfall! Wir fliegen deshalb über Paris nach Toulouse. In Toulouse muss noch mal aufgetankt werden, denn mit dieser Umleitung reicht der Sprit nicht bis Alicante.

Bleiben wir gleich hier und verbringen unseren Urlaub in Toulouse? Nee, hier ist Mistwetter. Man lässt uns während des Tankvorgangs auch nicht aus dem Flugzeug. Wie in einer Sardinenbüchse gefangen. Und bei Lufthansa gibt es außer einer Miniflasche Wasser und einem Stück Schokolade nichts weiter. Kommen wir heute überhaupt noch an?

Zum Glück bekamen wir relativ fix eine Startgenehmigung. Noch etwa eine Stunde bis Alicante. Und was erwartet uns dann dort? Das Mittelmeer unter uns sieht so friedlich aus. Ein paar Schäfchenwolken, die sich allerdings über Alicante zu einer dicken Wolkenschicht verdichteten.

Von oben betrachtet sah es bei der Landung schon sehr nass aus: viele Pfützen, so groß wie Seen. Meine Güte, muss es hier geschüttet haben!

Landung mit anderthalb Stunden Verspätung, aber alles okay. Koffer mitgekommen. Jetzt die Suche nach der Autovermietung. Wie gewöhnlich versteckt in der letzten Ecke finden wir die Thrifty Autovermietung. Wir bekommen einen schnuckeligen C3. Mädchenauto, sogar mit Automatik.

Es wird schon dunkel. Als wir endlich auf der Straße in Richtung Dénia unterwegs waren, zuckten Blitze in den Wolken über dem Meer. Weit weg!!! Die Autopiste war frei und es fuhr sich hervorragend.

Wir brauchen noch etwas zu essen, wenigstens Frühstück für morgen. Wir irren durch die Dunkelheit und finden einen Aldi. Es kam mir vor, als hätte er extra für uns noch geöffnet. Wir waren die einzigen Kundinnen, die noch schnell Obst, Gemüse, Brot, Eier, Kaffee, Käse, Marmelade und … Wein einluden.

Nun war es nicht mehr weit bis zu unserem Ferienort und unserer Penthouse-Ferienwohnung. Abseits der Autobahn sah man schon, was hier noch vor wenigen Stunden passiert sein musste. Straßen waren noch gesperrt, riesige Pfützen überall. Wasser ohne Ende.

Gegen 21 Uhr kommen wir an und die Schnitzeljagd nach dem Schlüssel beginnt. Jesus hat mir per WhatsApp die Anleitung dafür geschickt. Schlüssel für das Eingangstor auf den Briefkästen. Das Tor war allerdings offen, weil die Feuerwehr noch die Tiefgarage auspumpte. Das Wasser plätscherte auf die Straße. Wir müssen einen regelrechten Fluss überqueren, um zum Hauseingang zu kommen.

Der Fahrstuhl und das Licht im Treppenhaus funktionieren noch nicht. Wir schleppen das Gepäck in die 3. Etage, suchen in der Dunkelheit die Wohnung Nr. 20. Der Schlüssel passt nicht! Wir suchen weiter nach der Schlüsselbox und finden sie schließlich versteckt in einer Ecke. Der Code war bereits eingestellt. Nach dieser langen Reise mit diversen Hindernissen hat man uns dieses Spiel wenigstens ein bisschen vereinfacht.

Und dann stehen wir plötzlich in einer riesigen, hellen Wohnung mit einer ebenso riesigen Dachterrasse. Leider ist es schon dunkel. Das Meer hören wir immerhin rauschen.

Jede von uns hat ihr eigenes Zimmer und ihr eigenes Badezimmer. Was für ein Luxus! Den haben wir uns nach dieser Odyssee aber wirklich verdient.

Dénia, Here We Come! If Nothing Gets in Our Way…

Unbelievable! Getting to your holiday destination always seems to come with a few surprises. And this trip was certainly no exception. This time, I was heading to Spain’s Costa Blanca with a friend and former colleague.

I’m already lying in bed, listening to the sound of the sea, even though I haven’t actually seen it yet. Which means: We really did make it to Dénia!

Last night, a late evening shock while watching the news: A severe storm system, torrential rain and flooding around Valencia and Alicante. The Mediterranean is still unusually warm, causing clouds and violent thunderstorms to form rapidly. Hmmm. I went to bed feeling a little uneasy.

The same images appeared on the morning news. Warnings from the authorities: Everyone should stay at home! Cars piled on top of each other, mud everywhere and unbelievable amounts of water. Noria messaged me: All roads closed. We probably wouldn’t even be able to reach Dénia.

I contacted our landlord, Jesus. What should we do? Like any good businessman, he reassured us: The state of emergency had been lifted. The apartment was ready for us. Only the basement still needed pumping out, so we wouldn’t be able to park our rental car in the underground garage. He was waiting for further updates from the staff on site.

Off we went to Alicante, flying via Frankfurt with only a few minutes to change planes. Everything was running on time. Until, on our final flight to Alicante, the captain informed us of a rather unusual situation: Swiss airspace had been closed due to a radar failure!

Instead, we would fly via Paris to Toulouse. And in Toulouse, we would have to refuel because the detour meant we wouldn’t have enough fuel to make it all the way to Alicante.

Why not just stay here and spend our holiday in Toulouse? Nah, the weather was dreadful. And they wouldn’t even let us off the plane while refuelling. We were trapped like sardines in a tin. And Lufthansa, being Lufthansa, offered nothing more than a tiny bottle of water and a piece of chocolate.

Would we ever get there today?

Luckily, we received permission to take off again fairly quickly. Just another hour or so to Alicante. But what would be waiting for us there?

The Mediterranean below looked so peaceful. A few fluffy little clouds, which, unfortunately, grew into a thick blanket of grey as we approached Alicante.

From above, everything looked incredibly wet as we came in to land. Puddles everywhere, some as big as lakes. Good grief, it must have absolutely poured down here!

We landed an hour and a half late, but otherwise everything was fine. Our suitcases had made it too. Now for the search for the car rental desk.

As usual, tucked away in the furthest corner of the airport, we finally found Thrifty. We were given a cute little Citroën C3. A proper girls’ car, even with automatic transmission!

It was already getting dark. By the time we finally hit the road towards Dénia, lightning was flashing through the clouds over the sea. Far away!!! Thankfully!

The motorway was clear, and driving was an absolute pleasure.

We still needed something to eat, or at least breakfast for the next morning. So we wandered around in the darkness until we found an Aldi. It almost felt as though they’d kept it open just for us. We were the only customers left, quickly loading up on fruit, vegetables, bread, eggs, coffee, cheese, jam and … wine, of course!

Now it wasn’t far to our holiday destination and our penthouse apartment.

Once we left the motorway, we could clearly see what had happened here only hours earlier. Roads were still closed, enormous puddles everywhere. Water, water and more water.

We finally arrived around 9 p.m., and the treasure hunt for the keys began.

Jesus had sent me the instructions via WhatsApp. The key to the entrance gate was supposed to be on top of the letterboxes. But the gate was already open because the fire brigade was still pumping water out of the underground garage.

Water was gushing out onto the street. We practically had to cross a river just to reach the building entrance.

The lift wasn’t working, and neither were the lights in the stairwell. So we dragged our luggage up to the third floor, searched for apartment number 20 in the darkness and … the key didn’t fit!

Back to searching. Eventually, we discovered the key box hidden away in a corner. Luckily, the code had already been set. After such a long journey with so many obstacles, at least someone had made this little game slightly easier for us.

And then, suddenly, we found ourselves standing in an enormous, bright apartment with an equally enormous rooftop terrace.

Unfortunately, it was already dark. But at least we could hear the sea.

We each have our own bedroom and our own bathroom. What a luxury!

And after this entire odyssey, we certainly deserve it!

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