Wollte ich es heute nicht ruhig angehen lassen? Nur eine Woche Urlaub und dann einfach mal nichts tun? Passt das zu mir? Wer mich kennt, weiß Bescheid. Wahrscheinlich hatte ich vom gestrigen Dschungelabenteuer noch nicht genug. Ich brauche offenbar mehr davon. Aber fange ich von vorn an. Aufstehen erst, als es draußen hell wird, also…

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Von wegen Ruhetag! Auf allen Vieren durch Las Rotas.

Wollte ich es heute nicht ruhig angehen lassen? Nur eine Woche Urlaub und dann einfach mal nichts tun? Passt das zu mir? Wer mich kennt, weiß Bescheid. Wahrscheinlich hatte ich vom gestrigen Dschungelabenteuer noch nicht genug. Ich brauche offenbar mehr davon.

Aber fange ich von vorn an.

Aufstehen erst, als es draußen hell wird, also kurz nach 8 Uhr. Noria ist bereits auf einem Morgenspaziergang, während ich mich auf der Terrasse verrenke und dehne. Wir lassen es ruhig angehen, so wie abgemacht.

Gegen Mittag fahren wir nach Dénia. Wir wollen uns das Museu de la Mar, das Meeresmuseum, anschauen. Danach soll es weiter an die Küste gehen, zu den felsigen Meeresbuchten von Las Rotas. Neben den Badesachen packe ich vorsichtshalber auch meine Wandersachen ein. Hatte ich da schon eine Vorahnung?

Der Eintritt ins Museu ist frei. Eine kleine Ausstellung, die sich unter anderem den Festungsanlagen an der Costa Blanca widmet. Da ich kein Spanisch verstehe, bin ich schnell durch. Aber nicht, ohne vorher die Landkarte ausgiebig zu studieren. Die alten Wachtürme entlang der Küste interessieren mich schon. Die würde ich gern mal in echt sehen! In Las Rotas gibt es auch einen, den Torre del Gerro. Vielleicht lässt sich dieser ja bei einem gemütlichen Spaziergang entlang der Küste erkunden.

Das Museu

Las Rotas liegt nur etwa zehn Minuten von Dénia entfernt. Wir parken unser Mädchenauto direkt an der Küste und laufen ungefähr einen Kilometer entlang der Strandpromenade in Richtung Cala del Trampolí. Vorbei an exklusiven Villen und Restaurants, von denen die meisten bereits die Winterpause angetreten haben. Die Küste ist hier felsig und steinig. Hätte ich wohl doch meine Badeschuhe einpacken sollen.

Wir laufen den gleichen Weg zurück und entdecken den Wachturm. Hoch oben auf einem Berg. Na toll! Noria klinkt sich aus und bleibt am Strand. Mich dagegen zieht es hinauf. Glücklicherweise habe ich an meine Wanderschuhe gedacht. Schnell lade ich mir eine Route auf Komoot herunter und marschiere die steile Straße hinauf.

Nach etwa 200 Metern leitet mich meine wundersame Wanderapp allerdings auf Abwege. Ich verlasse die Straße. Statt einfach den Schildern zum Turm zu folgen, vertraue ich lieber Komoot. Die Route führt eigentlich zur Cova Tallada, einer Höhle an der Küste. Und so lande ich erst einmal im Nirwana.

Ich kraxle den Berg auf direktem Weg zum Wachturm hinauf. Man könnte es natürlich auch einfacher haben und einfach der Straße folgen. Aber wie gesagt, ich habe von gestern offenbar noch nicht genug. Es wird verdammt steil und steinig. Teilweise finde ich mich auf allen Vieren wieder. Immerhin ist der Ausblick wunderschön. Und irgendwie komme ich tatsächlich am Turm an.

Wow! Was für ein Panorama! Mein Herz rast, so viel Adrenalin habe ich im Blut. Und jetzt einfach wieder runtergehen? Kommt gar nicht infrage!

Bis zur Cova Tallada ist es nur etwa ein Kilometer. Unterwegs kommt man sogar an einem Mirador, einem Aussichtspunkt, vorbei. Also nehme ich die Strecke noch einmal in Angriff. Diesmal allerdings ohne den unfreiwilligen Umweg zum Turm.

Der Aussichtspunkt ist schnell erreicht. Und wie geht es jetzt weiter zur Höhle? Eine Treppe hinab in Richtung Küste. Treppen! Ich hasse Treppen. Aber gut, es ist ja nicht mehr weit.

Langsam fange ich allerdings an, Treppen zu lieben. Denn auf denen hat man wenigstens Halt! Der restliche Weg ist extrem felsig, steil und wirklich schwierig. Es geht immer weiter bergab zur Höhle. Logisch, die liegt ja schließlich am Meer. Aber wo hält man sich in solchem Gelände bloß fest? Ich ziehe mir ein paar Splitter zu, es blutet sogar. Meine Güte, was habe ich mir da wieder aufgehalst? Aber Aufgeben gibt es nicht! Jetzt muss ich da durch.

Und es hat sich gelohnt!

Ich steige sogar in die Höhle hinab und krabbele durch die niedrigen Gänge, ohne mir den Kopf zu stoßen. Irgendwann wird es mir dann aber doch zu gefährlich. Nach einer Menge Fotos mache ich mich auf den Rückweg. Die gleiche Strecke, nur diesmal bergauf. Erstaunlicherweise ist das wesentlich angenehmer, auch wenn ich ziemlich schnell aus der Puste komme.

Am Mirador ist die Bank gerade frei. Perfekt für eine kurze Verschnaufpause. Das Schlimmste ist geschafft. Jetzt geht es nur noch die Straße hinunter. Mir zittern die Knie, in meinem Bauch gluckert es. Ich glaube, ich habe es ein bisschen übertrieben.

Eigentlich wollte ich ja noch eine Runde in diesem herrlich glasklaren Wasser schwimmen. Aber vorher brauche ich dringend einen Cortado und eine Cola, um meinen Zuckerspiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Gebadet wird schließlich in einer kleinen Felsenbucht, die ich während meiner Tour von oben entdeckt habe. Wir fahren mit dem Auto dorthin, denn ich kann wirklich keinen Meter mehr laufen. Ich freue mich riesig auf eine Runde Schwimmen.

Ins Wasser zu kommen, ist ohne Badeschuhe allerdings gar nicht so einfach. Wobei ich wahrscheinlich auch mit Badeschuhen auf den glatten Felsen ausgerutscht wäre. Aber endlich bin ich drin! Das Bad tut unglaublich gut.

Und nun reicht es wirklich für heute!

Ich werde mit Sicherheit gut schlafen. Schon beim Schreiben dieses Blogs merke ich, was ich heute wieder alles angestellt habe.

Und dabei wollte ich doch eigentlich nur einen ganz entspannten Urlaubstag verbringen …

So Much for a Rest Day! On All Fours Through Las Rotas

Wasn’t I supposed to take it easy today? Just one week of holiday and the plan was to do absolutely nothing? Does that sound like me? Anyone who knows me already knows the answer. Apparently, yesterday’s jungle adventure wasn’t enough. I clearly needed more.

But let me start at the beginning.

I didn’t get up until it was light outside, just after 8 a.m. Noria was already out for her morning walk, while I was twisting and stretching myself into all sorts of positions on the terrace. We were taking it easy, just as we’d agreed.

Around noon, we drove to Dénia. We wanted to visit the Museu de la Mar, the Maritime Museum, and afterwards head towards the rocky coves of Las Rotas. Along with my swimming gear, I packed my hiking shoes and clothes, just in case. Did I already have a feeling about what was coming?

Admission to the museum was free. It was a small exhibition, partly dedicated to the old coastal fortifications along the Costa Blanca. Since I don’t understand Spanish, I was through it fairly quickly. But not before carefully studying the map. Those old watchtowers along the coast really caught my attention. I’d love to see one in real life! And there was one in Las Rotas, the Torre del Gerro. Perhaps we could explore it on a nice, leisurely stroll along the coast.

Las Rotas is only about ten minutes from Dénia. We parked our little girlie car right by the sea and walked about a kilometre along the promenade towards Cala del Trampolí. We passed exclusive villas and restaurants, most of which had already closed for their winter break. The coastline here is rocky and stony. Perhaps I should have packed my water shoes after all.

We walked back the same way and spotted the watchtower. High up on a hill. Oh, great!

Noria decided to call it a day and stay at the beach. Me? I felt drawn to the top. Luckily, I’d remembered my hiking shoes. I quickly downloaded a route on Komoot and started climbing the steep road.

After about 200 metres, however, my wonderful hiking app led me astray. I left the road behind. Instead of simply following the signs to the tower, I trusted Komoot. The route was actually heading towards Cova Tallada, a cave down by the coast. And before I knew it, I found myself in the middle of nowhere.

I scrambled straight up the hillside towards the watchtower. Of course, I could have taken the easy way and simply followed the road. But as I said, yesterday’s adventure clearly hadn’t been enough.

It became incredibly steep and rocky. At times, I found myself crawling on all fours. At least the views were beautiful. And somehow, I actually made it to the tower.

Wow! What a panorama!

My heart was racing, and the adrenaline was pumping through my veins. And now I was supposed to just turn around and walk back down? Absolutely not!

Cova Tallada was only about a kilometre away. And there was even a mirador, a viewpoint, along the way. So off I went again, this time without the accidental detour to the tower.

I reached the viewpoint fairly quickly. Now, how exactly was I supposed to get down to the cave?

A staircase leading down towards the coast.

Stairs! I hate stairs. But never mind, the cave wasn’t far away.

As it turned out, I was about to develop a whole new appreciation for stairs. Because at least they give you something solid to stand on!

The rest of the path was extremely rocky, steep and genuinely difficult. It went further and further downhill towards the cave. Well, obviously. The cave is right by the sea.

But what on earth are you supposed to hold on to in terrain like this? I managed to get a few splinters in my hands, and there was even some blood.

Good grief! What had I got myself into this time?

But giving up wasn’t an option. I’d come this far, so now I had to see it through.

And it was worth it!

I even climbed down into the cave and crawled through its low passages, somehow managing not to bang my head. Eventually, though, things started to feel a little too dangerous, even for me.

After taking loads of photos, I headed back. The same route, only uphill this time. Surprisingly, that was much more pleasant, although I was soon completely out of breath.

When I reached the mirador, the bench was empty. Perfect timing for a little breather. The worst was over. All that remained was the road downhill.

My knees were trembling, and my stomach was making strange noises. I think I might have overdone it. Just a tiny bit.

Actually, I’d planned to go for a swim in that wonderfully clear water. But first, I desperately needed a cortado and a Coke to get my blood sugar back on track.

Eventually, we went swimming in a small rocky cove I’d spotted from above during my hike. We drove there because, quite frankly, I couldn’t walk another metre.

I was so looking forward to a refreshing swim!

Getting into the water without water shoes, however, was quite a challenge. Although, knowing my luck, I probably would have slipped on those smooth rocks even with them.

But finally, I was in!

And the swim felt absolutely wonderful.

And now, that’s definitely enough adventure for one day!

I’m sure I’ll sleep like a log tonight. Even as I’m writing this blog, I can feel every bit of what I’ve put myself through today.

And to think, all I wanted was a nice, relaxing day on holiday …

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